Praktische Tipps

An dieser Stelle finden Sie regelmäßig aktualisierte Anregungen zu häufigen Problemen oder Fragestellungen. Erziehungsprobleme, partnerschaftliche Fragen oder der Umgang mit besonderen familiären oder beruflichen Situationen werden hier thematisiert.

 

Vielleicht helfen Ihnen die Tipps schon weiter oder Sie melden sich unverbindlich bei mir, um über weitere Möglichkeiten der Unterstützung zu sprechen. Häufig lassen sich viele Probleme nur über eine Verhaltensänderung lösen. Das ist oft schwierig und lässt sich mit professioneller Hilfe meist besser lösen.

Raus aus dem Hamsterrad - der Umgang mit Stress

Andauernder Stress wirkt sich nicht nur negativ auf den Körper aus, sondern kann auch zu andauernder Müdigkeit führen. Die Energie fehlt, man fühlt sich schlapp und überfordert. Tagtägliche Arbeiten werden zur Last. Die Gründe können unterdrückte Gefühle, Überarbeitung, Beziehungsprobleme oder vielleicht auch finanzielle Sorgen sein. Die Palette ist groß.
Was tun? Vielleicht helfen ja schon kleine Maßnahmen:
1. Weniger bzw. kein Kaffee oder koffeinhaltige Getränke bzw. Energy-Drinks
2. Täglich eine eingeplante Ruhezeit einlegen von mindestens 5 bis 10 Minuten.
3. Die eigenen Gefühle akzeptieren. Dadurch werden aufkommende Schuldgefühle vermieden.
4. Sich an der frischen Luft bewegen. Ein Wald- oder Feldspaziergang kann Wunder wirken.
5. Eine neue Struktur in den Tagesablauf bringen.


Pubertät - Ein familiärer Ausnahmezustand

Kaum sind die Kinder in der Schule und sie können einigermaßen rechnen und schreiben, werden langsam andere Veränderungen sichtbar. Sie kommen schleichend und unangekündigt und greifen dann mit einer Hartnäckigkeit, der man sich nicht entziehen kann. Hilflos stehen plötzlich die Eltern da und erkennen ihr Kind nicht mehr wieder, das krachend die Tür des Kinderzimmers zuschmettert. Der gemeinsame Familienausflug macht keinen Sinn mehr, da das Kind keine Lust hat und lieber mit Freunden chattet als mit den "Alten" die Zeit zu verbringen. "Langweilig" wird zum Lieblingswort und "null Bock" tönt es schon beim Frühstück. Impulsivität, Melancholie oder sogar Hysterie sind völlig normal.
Fakt ist aber auch, die Kinder fühlen sich auch nicht wohl in dieser Zeit, haben Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein, ihrem Eigen- und Fremdbild.

5 hoffentlich hilfreiche Tipps zum "Überleben"
1. Vermuten Sie schwerwiegende Problem und das Kind möchte nicht reden? Drängen Sie nicht aber bieten Sie Hilfe an.
2. Werden Grenzen gesprengt - zeigen Sie sich realistisch-konsequent. Aber übertreiben Sie nicht!
3. Die Streitlust der Jugendlichen trifft die Mütter besonders. Völlig normal - schließlich verbrachten sie die meiste Zeit mit dem Nachwuchs. Die Abnabelung ist hier besonders spürbar. Versuchen Sie damit konstruktiv umzugehen. Bleiben Sie im Gespräch!
4. Zeigen Sie als Eltern dem Jugendlichen, dass Sie auch eigene Bedürfnisse haben. Verabschieden Sie sich von dem Gedanken, Ihr Kind als den "Nabel der Welt" zu sehen.
5. Rituale sind weiterhin wichtig. Gehen Sie gemeinsam Spazieren, gründen Sie den "Familienrat" (ein Abend in der Woche wo jeder Familienangehörige über positive und negative Ereignisse sprechen kann) oder versuchen Sie es mit einem Spieleabend.

Beziehungsmüde

Fast jeder kommt einmal in die Situation, dass er die Partnerschaft in Frage stellt. Es treten Kommunikationsprobleme auf, die kleinen Marotten die man einst so süß fand, fangen an zu nerven oder man findet den Zeitvertreib mit anderen viel spannender als mit seiner Partnerin oder seinem Partner. Dann verschwindet noch das Vertrauen und das Ende ist schon nah.
Während die eine Gruppe ein schnelles Ende erwägt und durchsetzt, leidet die andere Gruppe seelisch und versucht die Partnerschaft zu retten. Fakt ist, Beziehungen sind nicht einfach und bedürfen der Pflege.
Was also tun? Fünf Tipps zum Ausprobieren.
1. Reden Sie regelmäßig  mit ihrem/ihrer Partner(in) über ihre Gefühle, was Sie empfinden. Vorwürfe sind dabei ein Tabu.
2. Gönnen Sie ihm/ihr wirklich aufmerksame Minuten. Suchen Sie Augenkontakt und lassen Sie das Smartphone in der Tasche.
3. Über was wollen Sie reden, wenn Sie nichts mehr gemeinsam unternehmen? Und damit meine ich nicht das Einkaufen, sondern sportliche Aktivitäten, Spaziergänge oder ähnliches.
4. Jeder Mensch braucht Berührungen. Gab es schon lange keine mehr zwischen Ihnen, dann fangen Sie klein an. Wie beispieslweise die Hand des Anderen zu berühren.
5. Sie werden den Anderen nicht umerziehen können. Nur das eigene Verhalten kann geändert werden. Denken Sie an die Eigenschaften ihres Partners, in die Sie sich verliebt haben.